NADINE D.- BERATUNG FÜR FRAUEN IN LIEBESKRISEN

In diesem Blogbeitrag dreht sich alles über unsere bezaubernde Nadine. Nadine begleitet uns schon seit einigen Jahren und wir konnten schon für zahlreiche Projekte zusammen arbeiten. Nun hat sie sich zusätzlich mit einem weiterem Projekt selbstständig gemacht. Und genau dieses Projekt verdient mehr Aufmerksamkeit.

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1. Liebe Nadine, wir kennen dich jetzt schon seit einiger Zeit als Model und Schauspielerin in unserer Kartei. Erzähl doch einmal kurz was zu dir.

Ich bin Nadine, 30 Jahre jung und vom schönen Hamburg ins ebenso schöne München gezogen. Hier lebe ich nun meine Lebensaufgabe und helfe als psychologische Beraterin Frauen dabei, ihre Liebeskrise in Wissen umzuwandeln, um so die Mann-Frau-Thematik im Kern zu verstehen und eine harmonische Partnerschaft auf Augenhöhe mit ihrem Traummann führen zu können.

2. Wie kam es dazu, dass du dich als Psychologische Beraterin für Frauen mit dem Schwerpunkt Mann-Frau-Beziehungen selbstständig gemacht hast? Was sind hierbei deine Ziele?

Mich hat die Mann-Frau-Thematik schon immer interessiert – bereits im Jugendalter habe ich Bücher, Dokus und die Beziehungsgeschichten von Freunden und Freundinnen aufgesaugt wie ein Schwamm. Da habe ich mir noch nichts bei gedacht, ich wusste ehrlich gesagt nie so richtig, wo meine Reise beruflich hingehen soll. Daher habe ich viel ausprobiert und entweder gemerkt, dass es nicht so das Wahre oder aber eben „genau meins“ war. Wir reden hier aber von einer Zeitspanne von mehreren Jahren. In all der Zeit hat mich jedoch die Mann-Frau-Thematik stets begleitet, was mir gar nicht so bewusst war. 

Während meines zweiten Studiums (Bildungswissenschaften) habe ich einige Jahre als Schauspielerin und Model gearbeitet und sehr viel Spaß an diesem Beruf gehabt. Witzigerweise konnte ich auch hier sehr wichtige Erkenntnisse für meine jetzige Beratertätigkeit gewinnen. Am Set habe ich die unterschiedlichsten Menschen kennenlernen und mit ihnen (teils tiefgründige) Gespräche führen dürfen. Irgendwie herrscht dort immer eine sehr vertraute Atmosphäre – total spannend. Mir schien es, als seien dort total schnell tiefe Gespräche möglich, in denen sich die Gesprächspartner trauen voreinander „nackig“ zu machen. Ich habe wirklich tiefe Einblicke in die sehnlichsten Wünsche der Frauen, aber auch die der Männer erhalten. Es gab auch Frauen, die eine außergewöhnlich harmonische Partnerschaft mit ihrem Traummann führten und ich wollte wissen, woran das genau liegt. Ich konnte über die Jahre extrem wichtige Erkenntnisse gewinnen und abgleichen, woran es scheitert und warum es teilweise so unglaublich gut zwischen Mann und Frau harmoniert. Es gab hier auffällige Überschneidungen – ich konnte mir beide Seiten (die des Mannes und die der Frau) anhören und tief in die Materie eintauchen. All das konnte ich mit meinen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fähigkeiten vertiefen und so ein Konzept entwickeln, hinter dem ich voll und ganz stehe. Ich sehe es also als meine Lebensaufgabe an, dieses Wissen an all die tollen Frauen weiterzugeben, die aktuell noch im Dunkeln tappen.

3. Wie bist du darauf gekommen, nur Frauen zu beraten?

Mir war klar, dass ich Frauen beraten möchte – denn ich bin selbst eine und das bedeutet: Ich weiß haargenau, wie schmerzlich sich bestimmte Situationen anfühlen können. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Ich kann also nicht nur verstehen, was meine Klientinnen mir sagen, sondern ich kann es auch fühlen. Das ist extrem wichtig für mich und für eine gute Beratung.

4. Wir vermuten, dass Frauen oft spät bemerken, dass Sie in einer unglücklichen Beziehung stecken. Vielleicht ja auch, weil die Einsicht einen eigentlich erst zum Handeln zwingt. Was sind deiner Meinung nach die ersten Anzeichen dafür, dass eine Frau Hilfe und Unterstützung benötigt?

Es kommt immer auf die individuelle Situation an, das kann man so pauschal nicht sagen. Nach meiner Erfahrung ist es jedoch so, dass dieser emotionale Schmerz, den die Frau in dieser Schieflage innerhalb der Beziehung zu einem Mann empfindet, genau das ist, was sie braucht, um das Gefühl zu bekommen, überhaupt etwas tun zu müssen. Das bringt sie dazu, sich weiterzuentwickeln, männliche Verhaltens- und Denkweisen verstehen und auch ihre eigenen aufschlüsseln zu wollen. Dieses emotionale Tief ist also wichtig, um zu verstehen: Da muss und will ich etwas verändern.

Ihr kennt das bestimmt aus eurem eigenen Leben, egal in welchem Lebensbereich: Solange alles gut ist, gibt es keinen Grund, etwas zu verändern. Wieso weiterentwickeln, wenn alles läuft? Man muss erst handeln, wenn die Umstände einen dazu „zwingen“ – ob im Job oder im Privaten, ganz egal. Und im Nachhinein betrachtet ist man dafür meist sehr dankbar.

Aus meiner Erfahrung sind die ersten Anzeichen dafür, dass eine Frau auf dem Weg in die unterlegene Position in der Verbindung zu dem Mann ist (und damit den Anfang des großen Leidens einleitet) und professionelle Hilfe braucht:

• der Mann distanziert sich (emotional oder physisch) und sie weiß nicht wieso

• er meldet sich weniger als zuvor und sie weiß nicht wieso

• sie fühlt sich unterlegen / emotional abhängig

• sie hat ihn damit konfrontiert, „was das denn nun mit ihnen sei“ (z.B. in einer Affäre oder Freundschaft+) und er reagiert mit Distanz oder „ich weiß nicht, was ich will“

• falls sie bereits eine Beziehung führen: 

  • er geht ihr evtl. fremd oder sie hat die Befürchtung
  • er ist weniger bis gar nicht bemüht um sie
  • er hat wenig oder nie Zeit
  • er ist distanziert oder wirkt genervt 
  • er ist „mit wichtigeren Dingen“ beschäftigt

Dann gibt es verschiedene Arten, wie die Frau darauf wiederum reagiert:

  • sie konfrontiert ihn
  • sie macht ihm Vorwürfe
  • sie zieht sich gekränkt zurück
  • sie wartet still schweigend
  • sie lässt sich zu viel von ihm gefallen
  • sie ist stets auf Abruf verfügbar und passt sich seinem Terminkalender an
  • sie versucht den Kontakt voranzutreiben und ihn davon zu überzeugen, dass sie die Richtige für ihn ist

All das sorgt dafür, dass die Frau sich in der schmerzlichen unterlegenen Position wiederfindet, in der sie sich emotional abhängig fühlt und einen extremen Kontrollverlust erlebt.

Wichtig ist, dass sie aus dieser Position wieder herauskommt und die Verbindung zu dem Mann wieder in Balance bringen kann, damit sie und er sich wieder wohlfühlen. Das heißt der erste Schritt ist: Aus der unterlegenen Position kommen und die Verbindung wieder in Balance bringen. Das schafft sie am besten, wenn sie für einen gewissen Zeitraum (liebevoll!) Raum für sich selbst schafft.

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5. Was sind die häufigsten Probleme und auch Ursachen, mit denen sich Frauen in einer Mann-Frau-Beziehung auseinandersetzen?

Absoluter Spitzenreiter: „Ich habe meinen Traummann kennengelernt und alles lief einfach perfekt. Wir verbrachten eine tolle Zeit miteinander, was er auch so empfand, wie er mir sagte. Er ist richtig bemüht gewesen am Anfang. Doch auf einmal hat er sich distanziert. Also habe ich Gas gegeben, denn er ist wirklich mein absoluter Traummann! Seitdem hat er sich immer mehr von mir distanziert. Ich fühle mich inzwischen emotional abhängig und überhaupt nicht mehr entspannt. Ich kann mir wirklich was Festes mit ihm vorstellen. Aber er blockt immer ab. Was ist passiert? Ist er beziehungsunfähig?“

Das kann natürlich so oder so ähnlich auch passieren, wenn die zwei bereits in einer Beziehung sind oder eine Affäre / Freundschaft+ haben. Es gibt verschiedene Varianten davon, im Kern geht es aber häufig um das gleiche.

Ursache ist hier ganz klar: Die Unwissenheit über die Unterschiede zwischen Mann und Frau. Das ist alles. Manchmal wird dies leider noch verstärkt durch Freundinnen, die raten, sich jemand „Besseren“ zu suchen, der „einen verdient hat“, da er ja nur „mit ihr spiele“. Aber: leider hilft das oft nicht wirklich weiter, denn die meisten Menschen haben eben keine wirkliche Ahnung von der Mann-Frau-Thematik. Oft harmoniert die eigene Beziehung nicht einmal richtig auf Augenhöhe, wenn es denn eine gibt. Es ist wichtig, dass die Frau sich hier jemanden hinzuzieht, der sich mit dieser Thematik im Kern auseinandergesetzt hat. Der also Frauen und Männern über einen langeren Zeitraum befragt hat und sein theoretisches Profi-Wissen auch in der Praxis angewendet hat. Dort muss es sich bewährt haben.

Übrigens: Sich alternativ auf jemanden einzulassen, der das eigene Herz nicht wirklich berührt, einfach nur, weil es „einfach“ ist, ist auf lange Sicht keine beglückende und daher keine gute Option.

Fakt ist: Meist hat die Frau eine reale Chance auf eine langfristige Partnerschaft auf Augenhöhe mit ihrem Traummann, sie muss nur das eigene Denken und Handeln hinterfragen und aufschlüsseln und sich theoretisches Wissen aneignen. Dieses Wissen muss dann in die Praxis – in den Alltag – integriert werden. Das ist gar nicht so einfach, das gebe ich zu – Entwicklung ist immer erstmal unangenehm. Ich sag immer gerne „es wird immer erst schwerer, bevor es einfacher wird“. Also nur Mut! 

6. Wenn du den Frauen, die dieses Interview lesen, einen Tipp geben könntest, welcher wäre es?

Vertraue auf deine Intuition. Aber verwechsle sie nicht mit Ängsten, Sorgen, Kummer, Wut oder Schmerz. Lass dich niemals von diesen Emotionen leiten, denn sie überschatten deine Intuition und leiten dich fehl. 

Nach meiner Erfahrung haben Frauen, die sich bereits in der schmerzlichen Situation wiederfinden, dass sie die unterlegene Position in der Verbindung zu einem Mann eingenommen haben, keinerlei Verbindung mehr zu ihrer Intuition und können sie nicht mehr von ihren Ängsten und Emotionen unterscheiden. Hier ist es wichtig: Handle lieber früher als später richtig. „Richtig handeln“ heißt hier im ersten Schritt: sich liebevoll Raum zu verschaffen, sich ungekränkt zurückzuziehen und diese Ungewissheit auszuhalten. Erst nach dieser ersten Phase, in der man selbst ein Stück weit „heilt“, sich weiterentwickelt, sich selbst kennenlernt, neue Erkenntnisse gewinnt und eine neue Perspektive auf die „Beziehung“ erhält, kann man die Saat neu säen. Dieses Fundament muss von Anfang an gesund sein (und diesen Prozess kann man in dieser ersten Phase nachholen), damit daraus eine langfristige harmonische Partnerschaft auf Augenhöhe entstehen kann. Aus meiner Erfahrung ist nahezu jeder Fehltritt „ausbügelbar“ – aber: je länger die Schieflage bereits besteht, desto länger muss ausgebügelt werden und desto schmerzhafter ist der Prozess für die Frau.

Wenn du einen Mann wirklich so toll findest, dass du ihn dir als deinen Lebenspartner vorstellen kannst, dann ist das eine wunderbare Grundlage, denn dann bist du auch bereit, diesen anspruchsvollen Weg der persönlichen Weiterentwicklung hinsichtlich der Mann-Frau-Thematik zu gehen. Eigentlich ist diese „Weiterentwicklung“ ein „Zurückfinden zu dir selbst“. Das Schöne ist nämlich: Du hast bereits alles in dir – du bist bereits die wunderbare Frau, die du sein willst – du wirst nur überlagert von Verlustängsten, Sorgen und Kummer (ausgelöst durch Unwissenheit). Es gilt dich wieder freizuschaufeln, sodass du dir bestimmter Dinge im Kern bewusst werden kannst. Wenn du wirklich bereit bist, an dir zu arbeiten, wirst du es schaffen – ganz sicher! Dann wirst du dein Leben und die Verbindung zu deinem Traummann spielerisch und locker-leicht in die richtige Richtung lenken. Bedenke: Die zarte Pflanze muss langsam wachsen, damit sie tiefe Wurzeln schlagen kann. Gib dir und euch Zeit.

Mein Tipp: Schau mal auf meinem Blog DU & DIE LIEBE vorbei, auf dem ich immer mittwochs & sonntags neue wertvolle Texte zur Mann-Frau-Thematik veröffentliche. Im gleichnamigen Forum kannst du dich mit anderen Frauen austauschen, die sich in ähnlicher Situation befinden.

Ich wünsche dir viel Kraft und Selbstdisziplin, aber auch Mut und Freude auf deinem Weg zu dir und zu einer harmonischen Partnerschaft auf Augenhöhe mit deinem Lieblingsmann!